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Reisepass muss auf Reisen ins Ausland unbedingt mit 22.06.2010

Trotz Schengen gültiges Reisedokument mitführen


Trotz Schengen muss man auf Reisen auch in der EU immer ein gültiges Reisedokument mitführen. In manchen EU-Staaten gibt es da ganz eigene Bedingungen. Rechtzeitig Pass beantragen ist da ein Muss. Wie das funktioniert und was im Notfall zu tun ist, erfahren Sie hier.


Achtung Irrtum


Die Experten des ARBÖ klären wir einen weitverbreiteten Irrtum auf: Auch bei Reisen EU-Mitgliedsländern, die dem Schengen-Abkommen beigetreten sind, braucht man selbstverständlich einen Reisepass oder ein gültiges Reisedokument.

Es wird zwar nicht mehr an der Grenze selbst kontrolliert, aber das heißt nicht, dass man kein Reisedokument mehr benötigt. Ein Grenzübertritt ohne stellt eine Verwaltungsübertretung dar und ist strafbar. Wer sich also im Ausland nicht ausweisen kann muss mit sehr unangenehmen Schwierigkeiten rechnen. Man wird unter Umständen wie ein illegaler Einwanderer behandelt.


Was gilt, was nicht gilt

In den sehr vielen  EU-Ländern darf der Reisepass bis zu fünf Jahren abgelaufen sein, nicht aber z.B. in Großbrittanien, Polen,  in der Tschechischen Republik und in der Slowakei. Hier wird nur ein gültiger Reisepass oder ein gültiger Personalausweis akzeptiert.

Noch ein Irrtum: Wer glaubt der Führerschein allein reicht, der irrt. Dieser ist kein amtliches Reisedokument.

Der ARBÖ empfiehlt allen Urlaubern so schnell wie möglich einen neuen Reisepass zu beantragen, sollte dieser nicht mehr auffindbar oder über fünf Jahre abgelaufen sein.


Neuen Pass beantragen

Der neue Sicherheitspass mit Fingerabdruck kann auf der zuständigen Passbehörde (MA in Wien, Bezirkshauptmannschaft in den Bundesländern) beantragt werden und kostet 69,90 Euro. Das selbe kostet der Reisepass für Kinder unter 12 Jahren mit Chip, auf dem das Lichtbild gespeichert wird.

Üblicherweise dauert die Zustellung bis zu fünf Werktagen. Wer den Pass schneller braucht, kann auch einen Expresspass beantragen. Dieser kostet 100 Euro und wird schneller ausgestellt Für besonders Eilige besteht die Möglichkeit des 1-Tages-Express-Passes. Dieser wird innerhalb 1 Tages mittels Bote zugestellt und kostet 220,- Euro.

Achtung: Seit dem 15. Juni 2009 ist die Eintragung von Kindern in den Reisepass der Eltern nicht mehr möglich. Jedes Kind benötigt einen eigenen Reisepass. Bestehende Eintragungen von Kindern behalten ihre Gültigkeit bis zum Auslaufen des Reisepasses der Eltern.


Notpass für dringende Fälle

Wer aber den Pass sofort braucht und keinen Tag warten kann, hat die Möglichkeit sich einen Notpass zu besorgen. Dieser Notpass kostet gleich viel, wie ein "normaler" Pass (69,90 Euro), gilt aber nur zwei Monate. Der Notpass ist in Wien nur bei der Wache Rathaus (MA68) und beim zentralen Wiener Passservice in der Lichtenfeldgasse erhältlich.

In Linz erhält man den Notpass bei der Berufsfeuerwehr und in den Bundesländern beim Journaldienst der zuständigen Bezirkshauptmannschaft.


Pass weg im Ausland - was nun?

ARBÖ-Mitglieder mit ARBÖ-Sicherheits-Pass haben es gut. Werden im Ausland Dokumente, wie Reisepass, Personalausweis oder Führerschein gestohlen, übernimmt der ARBÖ-Sicherheits-Pass die Wiederbeschaffungskosten bis zu 750 Euro.

Voraussetzung dafür sind eine unverzügliche Meldung des Diebstahls bei der nächsten Polizeistelle und dokumentierte Belege über die Kosten. 



Infos - Infos - Infos
Das Bundesministerium für Inneres hat auf seiner Homepage alles Wissenswerte zum Thema Reisepass zusammengestellt.  Infos siehe www.help.gv.at



Weitere Informationen können Sie sich auch direkt beim ARBÖ-Informationsdienst unter der Telefonnummer 050-123-123 holen.

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